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Kindermöbel: Naturholz oder Mdf?

Die Sicherheit steht beim Möbelkauf auf Platz 1: Baby- und Kindermöbel dürfen keine Schadstoffe enthalten, weder im Material selbst noch in der meist lackierten Oberfläche. Für welche Holzart man sich dabei entscheidet ist reine Geschmacksache. Naturholz Möbel sind in der Regel kostspieliger und "leben". Sie reagieren auf Lichtverhältnisse, Temperaturschwankungen, Sonneneinstrahlung usw. Das Holz verändert mit der Zeit seine Farbe - unbehandeltes oder geöltes Naturholz dunkelt nach, weiss lackierte Naturholzmöbel können (unschön) gelblich werden, sofern sie der Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind oder direkt neben der Heizung platziert werden. Das Holz arbeitet und kann Risse bekommen - dies ist jedoch kein Reklamationsgrund und oft nicht zu vermeiden. 

Wird für die Herstellung von lackierten Möbeln kein astfreies Holz verwendet, so verfärben sich die Äste in der Regel und werden gelblich und dunkler. Das ist ein chemischer Prozess und nicht zu vermeiden, es ist weder ein Zeichen von mangelhafter Holzqualität noch einer schlechten Lackierung. Aus diesem Grund weichen viele Hersteller bei Naturholz auf Lasuren aus - diese sind leicht transparent, die schöne Holzstruktur scheint durch und die Optik leidet nicht durch evtl. Farbveränderungen. Andere Hersteller verwenden ausschließlich astfreies Holz, um solche Schönheitsfehler zu vermeiden. Diese Naturholz Möbel sind in der Regel um einiges teurer.

Mdf - Abkürzung für "Mitteldichte Faserplatte" - hat sich in den letzten Jahren bei der Herstellung von Baby- und Kindermöbeln stark durchgesetzt. Mdf ist kein Naturholz, es besteht aus kleinen Holzfasern die gepresst und verleimt werden. Dadurch wird eine sehr dichte Struktur mit fester und unempfindlicher Oberfläche erreicht. Mdf lässt sich einfach sägen, fräsen und lackieren. Die Oberfläche ist sehr glatt und weist keine Holzstruktur auf. Der große Vorteil von Mdf ist eine robuste Oberfläche die dem Kinderalltag standhält, sowie seine Beständigkeit gegenüber Temperaturschwankungen und Lichtverhältnissen - das Mdf verändert sich nicht und bekommt keine Risse wie Naturholz. Ein weiterer Vorteil ist der günstigere Preis: Mdf ist ein günstiger Rohstoff für den Möbelhersteller, dies spiegelt sich auch im Endpreis der Möbel wieder. 

Weichholzarten wie Fichte oder Kiefer sind bei den Naturholzmöbeln stark verbreitet. In der Regel werden diese lackiert oder lasiert angeboten. Wie der Name schon sagt, haben diese Holzarten eine "weiche" Oberfläche und bekommen im Kinderalltag relativ schnell Dellen oder Druckstellen. Ist die Oberfläche lasiert, fallen diese Gebrauchsspuren nicht so sehr auf wie bei lackierter Oberfläche - hier platzt der Lack häufig mit ab. Kindermöbel aus Fichtenholz sind die preiswertesten Möbel unter den Naturholzmöbeln. Ganz anders sieht es z.B. beim Buchenholz aus: Buche ist eine der teuersten und unempfindlichsten Massivholzarten, leider auch sehr kostspielig. Buche hat eine sehr harte, wiederstandsfähige und schlagfeste Oberfläche und eine sehr feine Holzstruktur. Die wenigsten Hersteller bieten Möbel aus vollmassiver Buche an, sondern weichen auf teilmassive Varianten wie z.B. Buche-Mdf Kombination aus. So werden z.B. Bettpfosten aus Buche gefertigt und andere Möbelteile aus Mdf. Möbel die komplett aus massiver Buche gefertigt werden bietet z.B. Leander aus Dänemark an.

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